Thursday, February 27, 2014

Super Tag

...hier ist es grad sehr entspannt. Zwei Volos liegen krank zuhause, ich arbeite friedlich und effizient mit meinen Gorillas und der Tag vergeht wie im Fluge...

Heute haben die Jungs Ablenkung bekommen, jeder eine Flasche mit gefrorenen Früchten und Wassereis...Batek hat seine erstmal mehrfach wieder aufgefüllt bevor er sie zerrissen hat und sich so ein paar kalte Drinks hinter geholfen.

Benito war da weniger geduldig, er hat einfach sofort die Flasche in Stücke gerissen. Aber wenigstens haben beide vorher den Deckel abgedreht um zu beweisen, dass sie auch was auf dem Kasten haben.

Ich habe ein paar Videos gedreht, mal sehen ob ich die auch hoch geladen kriege die Tage...

Tuesday, February 25, 2014

Schleichkatze verloren

Man man man, hier geht es ab. Was ich gestern während der OP gar nicht mitgekriegt habe, einer der Kindergartenschimpanzen hat es geschafft abzuhauen und sie haben 1h gebraucht um ihn wieder einzufangen. Weil die Kleinen ja noch nicht gefährlich sind,versucht man das ohne sie zu betäuben, dafür braucht es dann aber diverse Leckerlis und in Meilos Fall 5 Leute...

Heute ist eine der Schleichkatzen einfach umgefallen und war tot. Die Viecher sind wohl bekannt dafür, dass das passiert, aber es kam doch relativ überraschend. Er hat kurz geschrien, dann hat er sich verschluckt und dann war tot und jeder Versuch ihn wiederzubeleben ist gescheitert. Nun liegt er in der Gefriertruhe und wird wohl als Krokodilfutter enden.

Monday, February 24, 2014

50 Jahre Kamerun - Wiedervereinigung + OP TAG

Lustige Geschichte...das Land wurde im Laufe des zweiten Weltkrieges aufgeteilt in diverse Kolonien und im Februar 1961 waren sie frei und endlich wieder ein Land. Das muss natürlich groß gefeiert werden. Wer rechnen kann, der hat längst erfasst, dass das 50 jährige Jubiläum im Februar 2011 gefeiert wurde...von wegen.

So ein öffentlicher Feiertag muss von langer Hand geplant werden, also wurde das Datum schon mal auf den 1. Oktober 2011 gesetzt. Allerdings war man auch in 2012 noch nicht mit den Vorbereitungen fertig und auch in 2013 sah es noch müde aus. Doch in diesem Jahr, genauer gesagt am 18.02. sollte es dann endlich soweit sein. Zufällig war auch der (längst totgeglaubte Präsident des Landes, der eigentlich in der Schweiz lebt - ist ihm wohl zu warm hier) nach jahrelangem vergeblichen Warten mal wieder zu Gast, da bot es sich an.

Spontaner Feiertag für alle - 50 Jahre Reunion of Cameroon (nur 3 Jahre zu spät). Das hieß früh aufstehen und betrinken und dann abends Touristen beklauen. Doppeltes Geld für unsere Pfleger, einfach weil es halt so ist...verrückt wie dieses Land funktioniert.

Heute bin ich mal wieder bei den Pavianen, Drills und Mandrills und es gab gleich mal einen netten Kampf mit zwei Verletzten. Eine müsste mehrfach genäht werden und weil niemand da ist, der die Anästhesie überwachen kann und keiner wird aus seinem freien Tag geholt werden kann haben Amy und ich assisstiert. Sie hat beatmet, ich habe angereicht und es hat wunderbar geklappt. Noel ist schon wieder hellwach und weil noch unter Schmerzmitteln auch wild wie vorher...

Sunday, February 23, 2014

Wochenend und Sonnenschein

Den freien Samstag habe ich mit Jennifer und den zwei Hunden + den zweien, die glauben auch da zu wohnen, auf dem Sonnendeck verbracht. Wir haben laut Musik gehört, die Füße baumeln lassen und die steife Brise genossen...

Heute ein ruhiger Gorillatag, Sonntags ist nur das Minimum an Pflegern da, einer der Volos hat den Cheeseburger nicht vertragen gestern abend und ich habe heute mit Glen gearbeitet. Das ist einer der beiden Pfleger die für die Kinder zuständig sind, also mit denen ich im letzten Jahr die 3 Tage Massenabfertigung erledigt habe. Sehr entspanntes Arbeiten...keine Katastrophen und Baquette zum Abendessen...das macht die Viecher soooo glücklich...das Geräusch ist großartig :-)

PS: Ich habe neue Bilder hochgeladen.

Friday, February 21, 2014

Mein erster Gorillatag

Gestern Abend haben Jen und ich es mal richtig krachen lassen. Wir haben uns Eis gekauft auf dem Weg nach Hause. Richtig gutes Zeug, höchstens 3x geschmolzen und wieder eingefroren, aber es hat wie Eis geschmeckt. Auf der Terasse am Meer mit einer mächtigen Brise und vielleicht Schoko oder Erdbeereis...

Heute bin ich endlich wieder vereint mit meinen Lieblingsaffen und ich hatte fast vergessen wie viele Kilos Scheiße 180kg Affen produzieren können an einem Tag :-) Was tut man nicht alles.

Morgen ist Wochenende, es geht an den Strand, vermutlich mit Amy, einer belgischen Volontärin. 20 Jahre jünger, aber ganz nett.

Es ist echt verrückt, dass das Internet fast durchgängig funktioniert...cool.

Wednesday, February 19, 2014

Benito und ich sind wieder zusammen...

Ja ja ja...heute war es endlich wieder soweit, er hat mir aus der Hand gefressen und ich durfte seine Nase streicheln und wir haben wie in guten alten Zeiten zusammen gesessen.

Ansonsten habe ich die letzten beiden Tagen in Quarantäne gearbeitet, bin jeden Abend platt wie tausend Mann und stinke wie ein lltis, aber es macht einen Heidenspaß.

Die kleinen Biester hassen mich immernoch und das beruht auch weiterhin auf Gegenseitigkeit.

Auf vermehrten Wunsch eines einzelnen Herren, versuche ich mal ein paar Bilder hochzuladen, verspreche aber nix...sollte es passen, dann gibt es wie immer einen Link im Blog.

Keinen Bock auf mehr Text...liebe Grüße.


Monday, February 17, 2014

Saulangweiliger Tag

In der Küche ist nicht genug Futter, also waren wir mit dem Bananen sortieren und Früchte schneiden in einer halben Stunde fertig und die 4 anwesenden Damen haben die Küche geputzt, damit es nicht aussieht, als ob sie gar nichts getan hätten und jetzt sitze ich hier und darf bei den Tieren nicht helfen, mit ihnen Kontakt aufnehmen darf ich auch nicht und mich daneben setzen, während die anderen arbeiten ist jetzt auch nicht meins...

Also nutze ich die tatsächlich existente Internetverbindung um zumindest ein paar Zeilen zu posten. Aber nicht, dass Euch noch langweilig wird, wenn es jeden Tag was zu lesen gibt :-)

Heute wird das Medikamentenlager neu gestrichen. Soll heißen ich musste mein mühsam fixiertes Moskitonetz abbauen und meine Sachen umziehen und ich werde heute Nacht in frischer Farbe schlafen...yeah...

Gestern Nacht habe ich in Asche geschlafen, weil irgendein Nachbar irgendwas (vermutlich seinen Müll) verbrannt hat und da ja die Fenster den ganzen Tag offen sind, hatten wir das meiste davon in der Bude...da wird frische Farbe einen völlig neuen Glanz reinbringen...

Gute Sache: dann sehe ich nicht mehr ganz so weiß aus daneben.

Gestern am Strand war es wie erwartet zu kalt für mich zum Baden, aber ich war einmal kurz drin zum Abkühlen. Ihr werdet verstehen, dass geschätze 25 Grad Wassertemperatur, bei 28 Grad draußen nicht meiner Vorstellung von einer Badewanne entsprechen.

Wie erwartet großartig war das Suya...netter erster richtiger Abend.

Sunday, February 16, 2014

Das große Wiedersehen

Zusammenfassung: Abby schmeißt immer noch Steine, Jumbo spielt weiterhin angeln mit einem Stock sobald man in ihre Nähe kommt, Mangos schmecken immer noch am leckersten (also den Tieren:-)), ich habe alle Pfleger ohne Fehler wieder erkannt und Benito ist entweder stinksauer oder hat in den letzten 8 Monaten einen kompletten Sinneswechsel vorgenommen. Er ist sehr aggressiv und zeigt kein Zeichen von Wiederkennung, die anderen alle durchaus.
 
Da ich für die nächsten drei Tage ja eh noch nicht mit den Tieren interagieren darf, damit - wenn ich eine Seuche habe - diese ja nicht jemanden ansteckt...ist es aber noch nicht so schlimm, ich taste mich langsam ran.
 
Und: Eve, die Schimpansendame von der ich dachte, dass sie meinen zweiten Besuch nicht mehr erleben wird ist immer noch da. Sie ist groß und stark geworden und wird irgendwann auch mal in eine Gruppe können.

Neu sind ein Babyschimpanse, ein Babydrill, vier kleine Zwergkrokodile und eine Antilope. Neu ist auch ein Überhang im Schimpansegehege der jetzt dafür sorgt, dass auch die ewig "Flüchtenden" draußen sein können, denn da kommen sie nicht mehr drüber...

Jetzt geht es an den Strand und heute Abend in die MarsBar, denn schließlich ist das mein erster Abend :-)

Angekommen und eingezogen


8,5h Flugzeit von denen ich 6,5 neben einem Schleim spuckenden Asiaten verbracht habe...wenigstens hat er nicht auf den Fussboden, sondern in die Kotztüte gerotzt, man muss sich auch über die kleinen Dinge freuen.

Alles in allem kann ich Air France aber nur empfehlen, für die Passagiere können sie ja nix. Der Flughafen ist sehr sehr schön, mit weitläufigen sehr bequemen Wartezone, nette Menschen, lecker Essen und immer genug zu trinken, für mich und auch für die die eher die kleinen Fläschchen bevorzugen.

Ich habe endlich „Last Vegas“ und „Rush“ gesehen und es diesmal ganz alleine durch die Formalitätenhölle und den Zoll geschafft. Der Fahrer hat mich auch sofort erkannt und hat mich zusammen mit Whitney Houston (zweimal ist die komplette Scheibe durchgelaufen) heil nach Limbe gebracht. Neben dem verrückten Verkehr, der auf zweispurigen Straßen (sofern vorhanden) grundsätzlich dreispurig mit Autos und dann noch mit einer Spur Mopeds belegt ist hatte ich diesmal allerdings die leichte Befürchtung die vollständig gerissene Windschutzscheibe kommtt mir entgegen. Aber offensichtlich tun die bunten Aufkleber ihren Job...

Diesmal bin ich noch bei Tageslicht gelandet und konnte sogar ein bisschen was von der Stadt sehen, wobei ich im Nachgang auch bei Nacht bisher nichts verpasst habe. Die 30 Grad beim Empfang haben mich über den Flug hinweg getröstet und dank meiner Thrombosestrümpfe in den Kletterschuhen habe ich vermutlich ein Kilo auf der Fahrt verloren.

Das Haus von Ainare und Javier ist vom Schnitt sehr schön und groß, allerdings mindestens genauso verwohnt wie das Hotel. Bis übernächste Woche lebe ich noch im Medikamentenlager, weil ein Kollege der Organisation, der das Projekt und auch das Haus gehört noch hier ist, aber ich bin ja nicht mit ihm alleine, Jennifer, die Dauervolontärin ist auch hier, weil ich nicht bereit war mit den Hunden im Bett zu schlafen.

Es gibt warmes Wasser, eine Küche in der die Katze wohnt und einen wunderschönen Blick auf den Ozean. Der hat mich auch die halbe Nacht wach gehalten, weil ich die Geräusche nicht gewohnt bin. Mal sehen wie lange ich brauche um mich daran zu gewöhnen.

Ich habe mir auch gleich gestern schon mal wieder die ersten Schrammen abgeholt, als ich nämlich im Dunkeln, mit meinen 3 Taschen auf dem steinigen Weg zum Haus direkt mal einen Kniefall vor den Hunden hingelegt habe. Knie und Handballen aufgeschlagen...aber wenigstens ist das ja nix Bleibendes...grins.

War heute schonmal einkaufen, die Stadt ist unverändert, die Menschen in den Shops sind immernoch diesselben, die Wege sind genauso miserabel, also dachte ich auch am Internet hat sich nicht viel geändert, aber: unfassbar, die Frühstückszone im Hotel ist jetzt ein richtiges Haus und das Internet funktioniert sogar am Pool...verrückt. Jetzt nicht schnell, aber es läuft...

Habe gerade einen Engländer beim Essen kennen gelernt, der mit seiner Firma eine von den beiden Bohrinseln vor der Tür wieder flottmacht. Die sollen wohl irgendwo im nahen Osten demnächst tatsächlich mal ihrer eigentlichen Bestimmung nachgehen und nach Öl bohren.

Ich gehe gleich mal im Center vorbei gucken ob mich einer erkennt...

Friday, February 14, 2014

Es kann losgehen...

  • Das Netbook ist aktualisiert
  • Die Tasche ist endlich gepackt, nachdem ich den ganzen Tag vertrödelt habe
  • Das antike Handy ist geladen und die Kontakte sind kopiert
  • Mein Auto ist sicher im Parkhaus abgestellt
  • Ausreichend Schokolade und Kaffee sind eingekauft
Danke für Eure guten Wünsche und viel Spaß beim Lesen :-)

PS: Es sieht mal wieder reichlich aus, aber ich darf diesmal zwei Taschen mitnehmen, weil ich Air France fliege, da sind also diverse Kleinigkeiten an Kosmetik für die Mädels unten dabei und viele "Leckerlis" für alle tierischen und menschlichen Freunde. Werde also mit nur einer Tasche den Rückweg antreten.

Thursday, February 13, 2014

Kamerun, die II.

Nach unfassbar schwierigen zwei Wochen ohne Stimme ist es jetzt entschieden, ich fliege doch...meine Kehlkopfentzündung ist soweit zurück gegangen, dass es wohl passen sollte und ich steige Samstag in den Flieger um meinen Silberrücken  wieder zu sehen.

Die Thrombosestrümpfe liegen bereit, die Spritzen auch, bin gespannt wie Christian sich schlägt morgen Abend :-)

Man, bin ich eigentlich alt geworden?

Falls das Internet mittlerweile in Kamerun angekommen ist, dann gibt es regelmäßig Posts, ansonsten nur, wenn ich meinen Admin erreiche. Mario, schon mal danke vorneweg.