Thursday, January 25, 2007

Norseman - Albany

So schade es war von der Weltstadt Norseman Abschied zu nehmen, wir haben uns direkt am naechsten Morgen auf den Weg nach Hyden gemacht, ueber 250km unbefestigte Strasse. Der Sand kam am Ende aus allen Oeffnungen des Autos, bzw. tut dies eigentlich immernoch, denn die Waesche hat nicht lange vorgehalten, die naechste Gravel Road liess nicht lange auf sich warten. Unterwegs haben wir den Zaun passiert, der die Kaninchen, die eingeschleppt wurden aufhalten soll und sich 1.847km quer durch Australien zieht. Kaninchen sind aber auch eine Seuche...

Ueber Hyden sind wir nicht gefahren, weil wir den Wave Rock sehen wollten, sondern weil in Esperance ein Sturm gewuetet hat und Bruecken und Strassen unpassierbar waren, deshalb die andere Route. Aber wo wir schonmal da waren haben wir uns auch die beruehmte Welle angeschaut und waren froh, dass es auf dem Weg lag. Nicht dass wir auf die Prospekte reingefallen waeren oder so. Die Welle ist naemlich gar keine richtige Welle, sondern nur die ausgewaschene Kante einer ortsansaessigen Bergkette. Und damit weit weniger beeindruckend als erwartet. Wenigstens konnte ich meine nicht vorhandenen Surfkenntnisse ein wenig aufbessern und damit glaenzen, dass ich keine Ahnung mehr von Geomorphologie habe. Asche auf mein Haupt. Ich schaeme mich wirklich.

Da in der Umgebung von Hyden der Hund begraben ist, haben wir uns entschieden weiter gen Sueden zu fahren und wollten eigentlich in den Stirling Ranges uebernachten. Einer sehr schoenen Gebirgskette mit Nationalpark drumherum. Unterwegs haben uns aber Moerdergrashuepfer angegriffen und wir haben von der Idee Abstand genommen und sind unsere laengste Strecke bisher mit 755km bis nach Albany gefahren. Das Auto hat immernoch was davon...sowas von eklig, wir haben bestimmt 2.500 Exemplare getoetet unterwegs, bzw. den Suizid unterstuetzt. Anbei nur ein kleiner Eindruck vom Scheinwerfer, Ihr macht Euch kein Bild davon wie der Kuehler bis heute aussieht. Gut, dass der das ueberstanden hat.

In Albany dann eine Abkuehlung, sowohl wettertechnisch, als auch nervlich. Saemtliche festinstallierten Wohnungen auf den Campingplaetzen waren ausgebucht, beliebter Kuestenferienort in Westaustralien. Also wieder zelten, diesmal gleich fuer zwei Naechte, weil die Stadt so einen schoenen Eindruck gemacht hat. Und es war nett mal wieder in einem Staedtchen zu sein, in dem es Cafes gibt und Laeden und so. Netter kleiner Kuestenort. Besuch empfehlenswert. Auf dem Bild der Blick vom Berg ueber der Stadt auf den Torndirruo Nationalpark, den wir im Anschluss unsicher gemacht haben.

Der war recht spektakulaer, weil wir hatten das Glueck Regen zu haben und sehr viel Wind, denn dann ist das mit den Naturereignissen dort sehr viel aufregender als bei Sonnenschein. Und weniger los war auch. Auf dem Bild seht Ihr die sog. Blowholes, Spalten im Gestein, ungefaehr 30m ueber dem Meeresspiegel und unterirdisch klatscht Wasser an die Wand und kommt oben mit wahnsinnigem Getoese raus. Und genau das waere halt bei anderem Wetter nicht passiert. Genau genommen ist eine aufgewuehlte Kueste ja ohnehin spannender als eine Ruhige.