Die erste Nacht haben wir ganz im Sueden verbracht im Lincoln National Park. Campingplatz ohne alles, aber dafuer mit einer Menge Wildlife. Grosse und bunte Voegel, Kaenguruhs und die eine oder andere Spinne. Conny und ich sind froh, dass wir nie wissen, wie gefaehrlich die Viecher eigentlich sind, wir gehen einfach allen aus dem Weg. Im Naturschutzgebiet sind selbst die Fische so zutraulich, dass sie einem im Wasser die Hornhaut abknabbern. Jede Heilbehandlung ist ein Scheiss dagegen. Und warm wars auch, da konnte man sich nicht beschweren, nur der Staub, der haette meinetwegen weniger sein koennen.
Die erste Nacht haben wir in Nundroo verbracht, wo es 4 Bungalows, eine Tanke, ein Motel und noch eine Autowerkstatt gab, die gleichzeitig die Cabins vermietet hat. Wir haben uns also mal wieder eine geleistet und es uns gut gehen lassen mit BBQ und Veranda. Die zweite und auch schon letzte Nacht im Nullabor haben wir in Madura verbracht, auf einem der schlechter ausgestatteten Campingplaetze. Da wir aber schon wieder 550 km auf dem Tacho hatten, war ein Stop angesagt. Denn die Entfernungen zwischen den einzelnen Campingplatzen sind doch einigermassen weit. Auf dem Weg dahin der Kuestennationalpark mit spektakulaeren Steilkuesten. Die Great Ocean Road brauche ich jetzt nicht mehr zu sehen.
An der Grenze (ja richtig gelesen) von Sued- zu Westaustralien mussten wir leider unseren Honig abgeben. Fruchtfliegenalarm und da haben die sich hier ganz schoen damit. Wenigstens hatten wir die Nektarinen kurz vorher noch aufgegessen.
Zusaetzlich haben wir aber mal erfahren, wie weit, wir von allem weg sind, wobei uns einige Zahlen komisch vorkamen, aber naja, ist ja auch was schwer zu messen, so eine Entfernung. Aber so kriegt Ihr ja vielleicht mal einen Eindruck, wieso es so eine grosse zeitliche Distanz ist zu Euch. Die Strecken sind ja auch ziemlich gross.
Die letzten 530km aus dem Outback raus nach Norseman waren dann auch sehr schnell geschafft, weil zum Anschauen gibt es nicht mehr viel auf der Strecke. Norseman ist ein Goldgraeberstaedtchen, in dem vor allem Montags alle Geschaefte schon mittags zu machen, aber dafuer hatten wir eine sehr schoene Unterkunft. Lodge 101 privat bei einem aelteren Ehepaar, die vor allem Saisonarbeiter unterbringen sonst. Die sollten Geologen sein, ich war also hellhoerig, leider stellte sich heraus, dass sie nur machen, was der Boss sagt und nichtmal wissen wonach sie eigentlich suchen. Aber wenigstens war einer von Ihnen schonmal in Willingen-Schwenningen oder wie das heisst. Und der andere sah gut aus...
Nachtrag: Norseman heisst Norseman, weil ein Pferd mit diesem Namen beim Scharren mit dem Vorderhuf den ersten Klumpen Gold ausgegraben hat und so hat alles angefangen. Ausserdem gab es eine Menge Kamelkarawanen und deshalb habe ich mich schon fast zuhause gefuehlt.

1 Comments:
Post a CommentPuuuuuuuuuuuuuuuuh, wer soll dat denn allet lesen? Da fällt mir nur ein: jeder Tag ist wie ein Kapitel im Buch des Lebens. Kann ich bitte alle Postings zusammen in gebundener Form bekommen? Ich schaue mir derweil lieber Deine wunderschönen Reisebilder an und träume mich schon mal dahin.
Weitermachen!!!
Eisern papalex
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