
So, nach drei Wochen unterwegs jetzt endlich mal wieder Zwischenberichte mit Fotos und Details der Reise. War alles etwas schwierig zwischen den Staedten, was das Internet angeht ist Australien Jahre zurueck, genau wie mit der Musik, aber das behaltet fuer Euch :-))) Aber jetzt endlich wieder Lesestoff, nachdem Ihr alle so lange geduldig gewartet und gar nicht gedraengelt habt....

Wie alle wissen, sind wir am 4. Januar in Sydney aufgebrochen um uns zuerst die Hauptstadt anzuschauen. Canberra ist viel besser als ihr Ruf, vor allem schoener als Bryson behauptet hat. Die Stadt ist sehr schoen gelegen, sehr gruen und total ruhig. Wir hatten einen netten Zeltplatz und super Wetter. Dort haben wir dann den weiteren Reiseplan geschmiedet und beschlossen zuerst ins Outback zu fahren und dann wieder zurueck an die Kueste. Also haben wir uns nach zwei Naechten auf den 1.200km Trip nach Broken Hill ins Outback gemacht. Auf dem Weg dahin haben wir auch den ersten Eindruck vom grossen weiten Nichts bekommen.

Dort angekommen haben wir auch endlich die ersten lebenden Kaenguruhs gesehen. Tote sieht man leider genug an den Strassen liegen, aber dass es sie auch gibt, fiel schwer zu glauben. Die kommen erst raus, wenn es Abend wird, ist ja auch irgendwie verstaendlich. Broken Hill ist eine Minenstadt, nicht besonders schoen, aber nett gelegen. Noch netter war allerdings Silverton, noch ein kleines Stueckchen weiter im Landesinneren. 50 Einwohner (als noch abgebaut wurde, waren es mal 3.000) und ein paar Haeuser, die arg an einen Western erinnnern. Sehr nett anzuschauen.

Aus dem Outback in den ersten Nationalpark (Flinders Ranges). Campingplatz im Wilpena Pound, dem groessten natuerlichen Amphitheater der Welt, der war zwar teuer, aber nicht besonders schoen, aber das geht auch noch schlimmer. Jedenfalls haben wir unsere erste kleinere Wanderung unternommen um ein wenig von der Natur mitzunehmen. Und weil wir ja die Warnhinweise alle erst nehmen, haben wir selbstverstaendlich alle auf Cowboy umgeschult vorher.

Am selben Tag ging es dann weiter, 571km zurueck an die Kueste um uns in Whyalla, einem beschaulichen Staedtchen auf der Eyre Peninsula niederzulassen. Zeltplatz direkt am Wasser und wir haben auch sofort beschlossen wieder zwei Naechte zu bleiben und uns mal ein wenig Ruhe zu geben. Heisser Wuestenwind mit ca. 40 Grad hat mir das Leben versuesst und uns alle gezwungen im Schatten zu sitzen. Aber baden haette man eh nicht koennen, da das Wasser den ganzen Tag Ebbe hatte und kilometerweit weg war. Hat mich maechtig an die Nordsee erinnert.
Das waren also die ersten fuenf Tage unserer Reise und die will ich jetzt endlich mal posten, damit Ihr wisst was so gelaufen ist.
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